Waschnüsse_saubere Wäsche

Ihr kennt Waschnüsse noch nicht? Dann wird es höchste Zeit, dass ihr diese tolle Alternative zu chemischen Waschmitteln kennenlernt. Pro Woche kommt eine vierköpfige Familie im Schnitt auf fünf Wäscheladungen. Dabei werden Unmengen an Waschmittel verbraucht, die unsere Umwelt belasten. Die meisten handelsüblichen Waschmittel enthalten Chemikalien, die einen negativen Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt aber auch in weitere Folge auf unsere Gesundheit haben. So enthalten die meisten Waschmittel nichtionische Tenside, die sich toxisch auf Gewässerorganismen wie z.B. Fische auswirken.

Tenside müssen laut EU-Verordnung biologisch abbaubar sein. Allerdings gilt dies nur für die Oberflächen-, aber nicht für die Endabbaubarkeit. In weiterer Folge heißt das, dass die erdölbasierenden Tenside in die Umwelt gelangen und dort auch verbleiben. Stattdessen  werden auch häufig Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen wie z.B. Palmöl verwendet. Hierfür werden ganze Regenwälder radikal abgeholzt und in Monokulturen verwandelt, häufig zum Nachteil der dort angesiedelten Tiere und Menschen.

Die gute Nachricht es gibt eine tolle natürliche Alternative – die Waschnüsse, die auf dem Waschnussbaum, auch Seifenbaum genannt, in tropischen und subtropischen Regionen in Asien wachsen. Für die Wäsche werden die Nüsse in zwei Hälften geknackt und in einem Baumwollsäckchen zu der Wäsche in die Trommel gegeben. Man benötigt 3 – 7 Nusshälften für 2 – 3 Waschgänge.

Der in der Schale der Waschnüsse enthaltene Wirkstoff Saponin besitzt eine hervorragende Waschkraft und wirkt antibakteriell. Bei Kontakt mit warmen Wasser bildet sich eine milde, waschaktive Lauge. Da Waschnüsse geruchsneutral sind, verwende ich ein paar Tropfen von einem ätherischem Öl z.b. Lavendel, die ich einfach in das Weichspülfach gebe.

Für stark verschmutze Wäsche oder weiße Wäsche verwende ich zusätzlich den Bleichkomplex und Fleckenentferner von Sonett. Die Produkte von Sonett enthalten keine  synthetischen Bleichaktivatoren, optische Aufheller und pflanzenschädigendes Perborat.

Waschnüsse sind in jedem gut sortierten Bio-Supermarkt oder Reformhaus erhältlich. Ein Kilo kostet ca. € 15, wenn man bedenkt wie lange man mit einem Kilo auskommt ist der Preis im Vergleich zu herkömmlichem Waschmittel unschlagbar. Probiert es aus, ihr werdet begeistert sein. Euer Geldbeutel und die Umwelt werden es euch danken – it’s so easy vegan!


Thermomix – Die kleinste Küche der Welt

Alle die mir auf Instagram und Facebook auf soeasyvegan folgen, werden schon bemerkt haben, dass ich ein neues Lieblingsgerät in der Küche habe. Ja ich bin stolze Besitzerin eines Thermomix von Vorwerk. Der Thermomix TM5 ist die kleinste Küche der Welt, eine sogenannte Multifunktions-Küchenmaschine mit insgesamt 12 Funktionen…

  1. Wiegen
  2. Vermischen
  3. Zerkleinern
  4. Mahlen
  5. Kneten
  6. Mixen
  7. Dampfgaren
  8. Kochen
  9. Schlagen
  10. Kontrolliertes Erhitzen
  11. Rühren
  12. Emulgieren

…das alles schafft der TM5 im handumdrehen. Brotteige, Suppen, Gemüse dampfgaren und gleichzeitig Kartoffeln und eine super leckere Sauce kochen – es war noch nie so easy gesunde und natürlich auch vegane Gerichte schnell zuzubereiten. Ein großer Pluspunkt sind für mich die Mahlfunktion und die integrierte Waage. Ab sofort kann ich Dinkelkörner für den Brotteig frisch mahlen oder aus Rohrohrzucker schnell Staubzucker mahlen, gerade so viel wie ich für die Zubereitung von dem Kuchen etc. brauche.

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Kochkenntnisse sind nicht wirklich erforderlich, denn der TM5 bietet ein Guided-Cooking, dass Schritt für Schritt durch das Rezept begleitet. Ein Highlight für mich ist, dass ich jetzt viel mehr Zeit habe als vorher. Während der TM5 für mich arbeitet und z.B. gerade die Suppe, den Milchreis oder das Risotto kocht, kann ich relaxen oder lästige Hausarbeiten erledigen.

Bedient wird der Thermomix über ein super Hightech Touch Display, dass sich direkt mit dem Cook-Key verbindet, der die gespeicherten Rezepte enthält. Im Vorwerk Onlineportal Cookidoo könnt ihr unter 10.000 Rezepten wählen und via WLAN bis zu 5.000 Rezepte direkt auf euren Cook-Key laden. Dann kann auch schon losleget werden. Einfach das gewünschte Rezept auswählen und der Anleitung am Display folgen.

Vom Ökonomischen Standpunkt her verbraucht der TM5 viel weniger Strom als eine Herdplatte, die ja über Starkstrom läuft. Suppenwürze, Brotgewürze oder Vanillezucker  etc. lassen sich mit dem Thermomix ganz easy selbst herstellen. In Zukunft ist der Kauf von  Fertigprodukte obsolet, denn man kann alles selbst im TM5 herstellen und das ganz ohne Geschmacksverstärker & Co.

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Die Premium-Version mit dem Cook-Key kostet € 1.299,-. Der TM5 ist auch in der Basis-Version mit dem Standard Rezept-Chip „Das Kochbuch“ mit 200 Rezepten für € 1.199,- direkt bei mir bestellbar. Weitere Rezept-Chips können noch zusätzlich gekauft werden. Ich persönlich finde aber die neue Version mit dem Cook-Key einfach super, da man nicht nur eine riesige Rezeptauswahl im Onlineportal Cookidoo zur Verfügung hat, sondern auch gleich den erstellen Wochenplaner direkt auf den Cook-Key laden kann. Mit dem Wochenplaner wird übrigens auch gleichzeitig eine Einkaufsliste erstellt, die man sich dann ganz easy per Mail schickt und so direkt am Smartphone immer mit dabei hat.

Für alle die jetzt neugierig geworden sind und noch mehr Infos benötigen, schreibt mir einfach bzw. gibt es auch noch mehr Infos unter Thermomix.at. Ich biete auch Kochworkshops mit dem TM5 in Wien und Umgebung an, dann könnt ihr den TM5 selbst einem Härtetest unterziehen – ich verspreche euch, ihr werdet begeistert sein. Bei Interesse füllt bitte das Kontaktformular hier am Ende des Beitrages aus!

So und jetzt gehe ich zu meinem TM5 und fabriziere wieder was leckeres – es gibt noch so viele Rezepte die ich ausprobieren möchte 🙂


Flaschen_post

Wenn man so wie ich viel unterwegs ist, sollte man immer eine Flasche Wasser mit dabei haben. Denn wir alle wissen, viel trinken ist wichtig. Früher waren die herkömmlichen Plastikflaschen mein ständiger Begleiter. Die Plastikflaschen habe ich gerne öfter verwendet und einfach mit guten Wiener Hochquellwasser immer wieder aufgefüllt.

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Klar wusste ich, dass Plastikflaschen eine Umweltkatastrophe schlecht hin sind. Aber dass hochgiftige Stoffe aus dem Plastik direkt in meinem Wasser und in weiter Folge in meinem Körper landen, davon erfuhr ich erst nachdem ich mich Näher mit dem Thema BPA in Plastik beschäftig hatte.

BPA steht für Bisphenol A, dass bei der Herstellung des Kunststoffs Polycarbonat eingesetzt wird. Bisphenol A ist die am meistproduzierte Industriechemikalie, alleine in Europa werden 1,15 Mio. Tonnen im Jahr verbraucht. Doch was macht BPA jetzt so gesundheitsschädlich? Es handelt sich dabei um eine „endokrin wirksame Substanz“, d.h. BPA wirkt auf unseren Hormonhaushalt. Die  Störung des Hormonsystems durch BPA wurde u.a. mit der verfrühten Geschlechtsreife bei Mädchen, Übergewicht bei Erwachsenen und Jugendlichen, einer Zunahme an Prostata- und Brustkrebsfällen etc. in Verbindung gebracht. Kurz gesagt BPA ist eine giftige Substanz, die in unserem Körper nichts zu suchen hat.

So viel zur Theorie! Mittlerweile habe ich zwei tolle Alternativen zu den herkömmlichen Plastikflaschen gefunden. Meine ständigen Begleiter sind die Glasflasche von lifefactory oder die BPA freie Flasche von Blender-Bottle.

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Lifefactory bietet Glasflaschen für Groß und Klein, die gut geschützt in einer BPA-freien Silikon Hülle in tollen Farben auch optisch etwas her machen. Glas ist außerdem super hygienisch.

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Blender-Bottle ist eine BPA-freie Plastikflasche, die mit einem Blender Ball Schneebesen in Form einer  kleinen Metallkugel, perfekt für die Zubereitung von meinem Matcha Tee geeignet ist. Die Flasche kann man leicht im Geschirrspüler reinigen.

Beide Flaschen sind super dicht und können ohne Bedenken in der Sport- oder Handtasche verstaut werden. So erspart ihr euch und unserer Umwelt nicht nur den ständigen Kauf von Getränkeflaschen, ihr könnt auch ganz easy mit gutem Gewissen frisches Wasser aus der Wasserleitung zapfen.


Der Kaffee ist fertig

„Der Kaffee ist fertig!“ – Wer hört den Satz in der Früh oder am Nachmittag nicht gerne? Obwohl ich in der Früh schon lange keinen Kaffee mehr brauche um munter zu werden, trinke ich doch ab und an sehr gerne eine Tasse richtig guten frisch aufgebrühten Kaffee. Einige werden jetzt sicher mit frisch aufgebrühten Kaffee die alte Melitta Kaffeemaschine von früher im Kopf haben.

Die Filterkaffeemaschinen sind dann fast schon über Nacht von den Kapsel-Kaffeemaschinen abgelöst worden. Auch ich hatte dank Mr. Clooney eine von diesen Maschinen zu Hause, mit der in wenigen Sekunden auf Knopfdruck ein cremiger Kaffee in der Tasse war. Doch was wirklich in den Kapseln steckt und wie viel Aluminium im Kaffee landet, war mir erst bewusst, als ich vor zwei Jahren die Ausbildung zum Barista gemacht habe. Ein Barista ist ein Kaffee-Experte, der in einer Espressobar oder einem Café für die Zubereitung des Kaffees zuständig ist.

Schon während dem dreitägigen Kurs war mir klar, meine Kapsel-Maschine ist Vergangenheit! Ab sofort werden unsere Kaffeebohnen zunächst frisch gemahlen und sofort zu einem unglaublich aromatischen und bekömmlichen Kaffee gebrüht. Das ist nicht nur nachhaltiger, sondern auch viel gesünder.

So genug geplaudert – jetzt geht’s aber ran an die Tassen 🙂

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Was braucht ihr für die Zubereitung eines frisch aufgebrühten Filterkaffee?

  • Frischmahlmühle. Meine ist von Macap Type M2M.
  • Kaffeefilter und Kaffeekanne von Hario V60.
  • Frische Kaffeebohnen.

Alle drei Produkte bekommt ihr z.B. bei Coffee Circle. Hier gibt es auch erstklassigen Kaffee. Ihr könnt natürlich zu Beginn auch einen bereits gemahlenen Kaffee kaufen. Da gemahlener Kaffee innerhalb weniger Minuten „ausraucht“ und so viele Aromastoffe verloren gehen, ist es ratsam den Kaffee frisch Portion für Portion zu mahlen und sofort zu verarbeiten.

Für 4 – 5 Tassen benötigt man 30 g Kaffeebohnen und 500 ml heißes Wasser.

Zubereitung:

  1. Wasser kochen. Das Wasser sollte zum Aufbrühen zwischen 80° und 90° C haben.
  2. Das Filterpapier in den Filter legen und mit dem heißen Wasser befeuchten. Das Wasser in die Kanne abrinnen lassen und anschließend wegleeren.
  3. Die Kaffeebohnen abwiegen.
  4. Den Kaffee mahlen und anschließend mit dem Aufgießen des Wassers beginnen.

Eine Step-by-Step Anleitung findet ihr hier:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ich fülle dass gekochte Wasser immer in eine alte Kaffeekanne um, da diese einen besseren Auslauf hat. So kann man wirklich schön kreisförmig und regelmäßig das heiße Wasser aufgießen. Siehe Video!

Natürlich dauert die Zubereitung etwas länger als auf den Knopf zu drücken. Ein frisch aufgebrühter Filterkaffee besticht jedoch mit einem tollen Geschmackserlebnis und man kann toll mit den verschieden Kaffeesorten experimentieren. Alles im allem ist es eine Sache der Übung, aber länger als 5 – 10 Minuten haben wir noch nie für einen frisch aufgebrühten Filterkaffee gebraucht.

Bohnenkaffee ist um einiges günstiger als Kapsel-Kaffee. Der Kilopreis bei Bohnenkaffee beträgt zwischen € 25 – 35, während der Kilopreis bei Kapsel-Kaffee zwischen € 54 – 109 liegt. Ein teurer und umweltverschmutzender Spaß einfach nur auf einen Knopf zu drücken.

Der Kaffee ist fertig“ hat übrigens schon der österreichische Austropop Sänger Peter Cornelius gesungen.