Mensch ärgere dich nicht

Zurück zum Start

Mir hat einmal vor Jahren eine Freundin gesagt:“Das Leben verläuft in Wellen! Einmal steht man oben auf der Welle, dann plumpst man wieder runter.“ Tja Leute, was soll ich euch sagen. Wenn man mir vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich heute eine glückliche geschiedene Frau bin, dem hätte ich dezent den Vogel gezeigt.

Aber alles der Reihe nach. Mein letzter Blog Beitrag zum Thema Kinderwunsch liegt jetzt mittlerweile über ein halbes Jahr zurück. Im letzten halben Jahr hat sich mein Leben um 360°C gedreht, denn es kommt immer anders als man denkt. Mein Ex-Mann hat mir deutlich zu verstehen gegeben, dass ich definitiv auf dem falschen Weg war und ich auch nur dieses eine Leben habe. Durch das Kinderwunsch Thema hat sich vieles in mir und mit mir geändert, und nicht jeder Mitmensch findet diese Änderung positiv. Im Endeffekt haben wir als Paar hier den großen Fehler gemacht, wenig bis gar nicht über unsere Gefühle zu sprechen. Wir haben erst eine Paartherapeutin aufgesucht, als es schon lange zu spät war.

Ich möchte hier ausdrücklich betonen, dass am Scheitern einer Beziehung immer zwei Menschen beteiligt sind. Denn soweit sollte jeder für sich selbstreflektiert sein und aus den eigenen Fehlern lernen, um vor allem auch für zukünftigen Beziehungen mit sich im reinen zu sein. Das letzte halbe Jahr habe ich somit genutzt, um wieder so richtig durchzustarten. Man merkt oft hinter her, dass die Beziehung an sich schon lange nicht mehr die war, die man sich erhofft hatte, bzw. eigentlich komplett orientierungslos die Tagen/Wochen/Monate gelebt hat. Kurz um, die Trennung war eine logische Konsequenz aus vielen Puzzleteilen, die uns bzw. mir auf einmal den Weg gezeigt haben. Alles ergibt Sinn und mein Fokus ist auf einmal so klar, meine Ziele so nah vor meinen Augen, dass ich oft selbst ganz verblüfft bin.

Kinderwunsch adé?

Doch was ist jetzt aus meinem Kinderwunsch geworden? fragen sich jetzt mit Sicherheit viele. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich im Moment gar nicht mehr daran denke. Ich habe dieses Thema los gelassen, im positiven Sinn und bin mir zu 1.000% sicher, dass ich eines Tages eine glückliche Mutter sein werde. Woher dieses Gefühl kommt, kann ich selbst nicht genau sagen. Ich weiß nur, dass es so sein wird.

Im Moment liegt mein Fokus auf ganz anderen Zielen. Zum einen starte ich in meinem Network Marketing Business voll durch, so wie ich mir das schon seit Jahren wünsche. Ein selbstbestimmtes Leben zu führen, frei von einem 9 to 5 Job, viel Zeit für meinen Hund Josef zu haben, meine Teampartner in ihre Kraft zu bringen und gemeinsam Erfolge zu feiern, dass hat im Moment absolute Priorität 1. Es macht mich überglücklich zu sehen, wie alle die Samen die ich in den letzten Jahren, Monaten gesät habe, aufgehen und viele neue mir zum Teil noch fremde Menschen in mein Team kommen.

Wenn ich die letzten Monate Revue passieren lasse, muss ich feststellen, dass ich einfach nur glücklich und dankbar bin. Dankbar, dass es das Leben mit mir so gut meint, dass meine Eltern immer für mich da sind und mich vor allem mit Josef tatkräftig unterstützen. Ich bin heute glücklicher und zufriedener als noch vor einem Jahr und ich bin stolz auf mich, dass ich mich nicht einfach so unterkriegen lasse.

End of story?!

„Am Ende wird alles Gut werden, und ist es noch nicht Gut, ist es noch nicht das Ende.“ Wie geht es jetzt also weiter?! Dieser Beitrag wird bis auf weiteres der letzte zum Thema Kinderwunsch sein. Geht eine Türe zu, geht eine andere auf – das Sprichwort kennt bekanntlich jeder. Deshalb wird es ab kommender Woche eine neue Rubrik „Die Bachelorette erzählt“ geben, in der ich euch über meine Erfahrungen mit Tinder & Co berichte. Ich kann euch jetzt schon verraten, es wird zum Brüllen…also volle Kraft voraus und danke schon mal für eure Geduld. Ich verspreche euch, ihr müsst nicht mehr ein halbes Jahr auf den nächsten Blog Beitrag warten 🙂


Bolognese mal anders

Ein herzliches „Hello again!“ Nach einer mehr oder weniger kurzen Blogger Pause melde ich mich wieder voller Energie, Ideen und Freude zurück. Warum es mit dem nächsten Blog Beitrag so lange gedauert hat, erfahrt ihr in Kürze.

Heute habe ich auf jeden Fall ein neues super leckeres Rezept für euch. Die Idee zu der Bolognese mal anders ist mir ganz spontan eingefallen, als ich vor dem DM Foodies Regal gestanden bin. Ihr kennt von Instagram & Co mit Sicherheit schon die veganen Pasta aus Roten Linsen, Kichererbsen etc. Meine erste Erfahrung mit der Roten Linsen Pasta war mehr als bescheiden. Ich wollte jedoch der gesunden Nudelalternative nochmal eine Chance geben.

Meine Wahl viel auf die Rote Linsen Spiralnudeln von DM. Da ich  noch eine offene Packung Passierte Tomaten zu Hause hatte, musste ich gleich noch die Packung mit der Jackfruit mit nehmen. Dreimal dürft ihr Raten, was ich mir kurze Hand zu Hause schnell gezaubert habe! Ich kann euch sagen, Bolognese mit Jackfruit schmeckt so so gut. Nachfolgenden findet ihr die Zutatenliste und das Rezept – viel Spaß beim Kochen 🙂

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 1 Packung Rote Linsen Spiralnudeln (Empfehlung von DM)
  • 1 Packung Jackfruit (Empfehlung DM oder Interspar in der Dose)
  • ca. 500g passierte Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 1/2 rote Paprika
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Kokosnussöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • ca. 200ml Wasser
  • Kräutersalz
  • eine Prise Räuchersalz
  • für die Schärfe getrockneter Chili
  • Hefeflocken als Parmesanersatz on top

Zubereitung:

  1. Wasser für die Pasta zum Kochen bringen und Rote Linsen Pasta nach Anleitung kochen.
  2. In einer Pfanne Kokosnuss Öl erhitzen. Die Zwiebel klein würfelig schneiden und anbraten bis sie eine schöne Farbe haben.
  3. Karotten schälen und mit dem Paprika in klein würfelig schneiden.
  4. Die Jackfruit klein hacken und ebenfalls kurz mit anbraten.
  5. Tomatenmark dazu geben und alles gut mischen. Mit den passierten Tomaten ablöschen.
  6. Wasser dazu geben und die Hitze reduzieren. Alles gut einkochen lassen und mit de Gewürzen abschmecken.
  7. Wer es gerne schärfer mag, würzt zum Schluss noch mit getrockneten Chili Schoten.
  8. Die al dente Rote Linsen Pasta mit der Bolgnese mal anders am Teller anrichten und mit Hefeflocken nach belieben bestreuen.

 


#1 Die Vorbereitung

Für unseren zweiten IVF Versuch möchte ich mich akribisch vorbereiten. Ich sehe das in etwa so wie wenn ein Sportler auf einen großen Wettkampf hintrainiert. Da  muss einfach alles passen, damit der Körper dann am entscheidenden Tag eine Höchstleistungen erbringt. Mir war schon im Frühjahr klar, dass ich einige Punkte vor dem nächsten IVF Versuch abklären wollte, um die Gewissheit zu haben, dass rein körperlich hier nichts im Wege steht. Ich möchte mir dann einfach nicht selbst vorwerfen, nicht wirklich alles dafür getan zu haben. Im Gegensatz zu unserem ersten Versuch, wollte ich es diesmal ganz genau angehen und die Zeit nicht als Gegenspieler sehen.

  1. Schildrüsen Überprüfung

Mit meiner Schilddrüse hatte ich bis dato noch nie großartige Probleme. Einmal vor ca. neun Jahren war bei einer Routineuntersuchung der TSH-Wert im Blut stark erhöht, worauf ich ebenfalls zu einem Spezialisten zur genaueren Abklärung geschickt wurde. Der TSH-Wert spiegelt die Funktion der Schilddrüse wider. Bei Bedarf wird dieses Hormon in das  Blut abgegeben, um die Hormonproduktion in der Schilddrüse anzuregen. Es muss ein bestimmter Wert von < 2,5 vorliegen, damit eine Schwangerschaft überhaupt zustande kommen kann.

Auch während meiner gesamten Kinderwunschbehandlung wurde der Wert regelmäßig überprüft. Wobei immer alles im Normbereich war. Bei unserem Kryotransfer war der Wert jedoch wieder erhöht und ich bekam darauf hin eine geringe Dosierung der Thyrex Tabletten verschrieben. Diese habe ich dann auch bis zum Ende der Behandlung, also nachdem feststand, dass keine Einnistung erfolgt ist, eingenommen. Danach habe ich die Tabletten abgesetzt und wollte wie schon geschrieben, nichts mehr von alledem wissen.

Wie es das Schicksal so will, hat mich vor wenigen Wochen ein Bekannter auf einen Arzt aufmerksam gemacht, der Schilddrüsenspezialist ist. Auf seine Empfehlung hin, habe ich sofort einen Termin vereinbart. Denn wenn ich etwas gelernt habe, gehe nicht zum Schmiedl wenn du zum Schmied gehen kannst. Da es sich um einen Privatarzt handelt, bekam ich auch einige Tage später einen Termin.

Es wurde ein Ultraschall von meiner Schilddrüse vorgenommen, an dem schon ersichtlich war, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Ein ausführlicher Blutbefund bestätigte das Ultraschallergebnis. Es wurden mir  wieder Thyrex Tabletten verschrieben, die ich jetzt laut Arzt bis zum Abstillen (!) nehmen sollte. Im September steht wieder eine Blutkontrolle an. Soweit so gut – Punkt Nr. 1 konnte ich somit schon mal abhacken!

 

2. Akupunktur & TCM

Nach unserem missglücktem IVF-Versuch, war ich wie berichtet bei einer Ärztin in Behandlung, die auch eine umfassende TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) Ausbildung hat. Einige Wochen war ich regelmäßig zur Akupunktur und habe auch fleißig TCM-Kräutermischung in Teeform getrunken.  Daraus entstanden ist mehr oder weniger meine Eileiterschwangerschaft. Es ist zwar nur ein kleiner „Erfolg“, aber immerhin ein Rockzipfelchen an dem man sich festhalten kann.

Für mich stand auf jeden Fall fest, dass ich meinen Körper vor dem zweiten IVF Versuch auf jeden Fall mit Hilfe von Akupunktur und TCM-Kräutertees stärken wollte. Nur war mir der Weg zu der bereits mir bekannten Ärztin einfach schlichtweg zu weit. Durch Zufall bin ich dann wieder durch Empfehlung auf eine Ärztin ganz in der Nähe von mir aufmerksam geworden. Sie praktiziert in einer Gynäkologischen Ordination, somit ist man mit dem Thema Kinderwunsch hier  bestens aufgehoben.

Mittlerweile habe ich bereits zwei Behandlungen absolviert und es hat sich wie immer herauskristallisiert, dass mein Nierenmeridian und meine Milz gestärkt werden müssen. Mit Hilfe gezielter Mini-Nadelstiche werden die Energiebahnen so zu sagen wieder gestärkt bzw. geöffnet, so dass die Energie wieder richtig fließen kann. Auch die Herangehensweise meiner neuen Ärztin zeigt mir, dass hier noch mehr auf mein spezielles Thema eingegangen wird. In den nächsten Wochen steht die Akupunktur Behandlung im Vordergrund. Kräuterteemischung abgestimmt auf meine Bedürfnisse, erhalte ich erst in einem nächsten Schritt. Punkt 2 von meiner Liste wurde somit auch erfolgreich ins rollen gebracht!

Mit meine Maßnahmen bin ich jedoch noch lange nicht am Ende. Einige Termine stehen in den nächsten Wochen noch an und ich werde euch berichten, welche Erkenntnisse ich weiter erlangen werden. Insgesamt merke ich, dass ich rein körperlich auf einen guten Weg bin. Mental hilft mir meine Checkliste dabei Sicherheit zu bekommen, und vor allem wieder das Vertrauen in mich selbst und meinen Körper zu erhalten.

 


Neues Jahr = Neues Glück

Wie ich bereits letzte Woche berichtet hatte, nehme ich euch ab sofort mit im hier und jetzt. Ich berichte euch über meine Gedanken hinsichtlich Kinderwunsch und welche Pläne in den nächsten Monaten noch so anstehen. Ganz nach dem Motto Neues Jahr = Neues Glück.

Mit dem Beginn von 2018 wollte ich zunächst eine kleine Pause einlegen und meinen Körper zur Ruhe kommen lassen. Meine ersten Gedanken waren, dass ich im Frühjahr gerne einen neuen IVF Versuch starten wollte. Doch dieser Gedanke dehnte sich dann mit den Wochen immer weiter aus und schließlich habe ich das erste mal seit Jahren endlich mal auf mein Bauchgefühl gehört.

Ich wollte wieder mal einen unbeschwerten Sommer genießen und vor allem wollte ich nicht andauernd von einem Arzttermin zum nächsten laufen. Ich habe die ersten Monate im Jahr nicht mal Kräutertees, Akupunktur Behandlungen etc. in Betracht gezogen. Von diesen ganzen Dingen wollte ich einfach nichts wissen und vor allem mich mit dem ganzen Thema nicht andauernd beschäftigen. Da jeder Mensch eine Aufgabe bzw. ein Ziel benötigt, worauf es sich lohnt hinzuarbeiten bzw. seine Zeit zu investieren, habe ich mir kurzer Hand Projekte gesucht, die mich erfüllen.

Mit meinem Mann gemeinsam haben wir z.b. unser Badezimmer komplett neu gestaltet – also alles raus und eine Bade Oase errichten lassen. Dieses Projekt war so zu sagen, neben unserem Hund Josef, eine gemeinsames Ziel auf das wir uns freuen konnten. Mittlerweile ist unsere Badezimmer Oase schon bis auf ein paar Kleinigkeiten fast fertig gestellt und ich muss sagen, das letzte halbe Jahr Planung hat sich mehr als ausgezahlt. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an meinen Schatz (Projektleiter himself), der hier immer zur Stelle war und immer den Überblick über alles hatte.

Während mein lieber Mann einen Großteil von unserm Badezimmerumbau alleine organisiert und auch an vielen Abenden unseren Hund Josef bespaßt hat, konnte ich mich voll und ganz dem Teamaufbau bei Ringana widmen. Durch die vielen kleinen und großen Veranstaltungen in den letzten Monaten, habe ich viele liebe Menschen kennengelernt und konnte auch hier neue Kontakte knüpfen. Die meisten wussten aufgrund unserer Facebook Verbindung, von unserem Kinderwunsch und waren sehr verständnisvoll und haben mir durchgehend positives Feedback gegeben .

Stichwort – Beim Reden kommen die Leute zusammen

Irgendwann im Frühjahr ist bei einem Gespräch in der Küche bei meiner lieben Nachbarin das erste Mal der Name von einem Kinderwunsch (KiWu) Arzt gefallen, der mir bis dato kein Begriff war. Kurzer Hand habe ich Dr. Google zu Rate gezogen und musste feststellen, dass es sich um DEN KiWu Arzt schlechthin handelte. Er hat Anfang der 80iger Jahre dem ersten IVF Baby in Österreich auf die Welt verholfen. Die jahrelange Erfahrung und auch die anderen Behandlungsmethoden waren mir sofort sympathisch. Ich dachte mir nur, warum sind wir eigentlich die ganze Zeit zum Schmiedl gegangen, wenn wir doch gleich zum Schmied hätten gehen können. Aber um ehrlich zu sein, ich hatte mich damals bei der Wahl unserer KiWu-Klinik überhaupt nicht genau erkundigt, sondern eben gleich mehr oder weniger die erst Beste genommen.

Wenige Wochen später wurde mir von einem zweiten unabhängigen Person der gleiche KiWu Arzt wieder als DER Kinderwunsch Arzt empfohlen. Von da an wusste ich, dass er der Richtige war und wir ihn im September aufsuchen werden, um im Herbst einen neuen Versuch zu starten.

Doch bis dahin möchte ich meinen Körper richtig auf die bevorstehende Behandlung vorbereiten, so dass ich hier wirklich alles getan habe und kein gesundheitlicher Aspekt unberücksichtigt bleibt. Welche Punkte das jetzt genau sind, die sehr essentiell sind, damit auch alles körperlich & geistig positiv eingestimmt ist, erzähle ich euch nächste Woche.


Wie geht es weiter

Nach dem Kryotransfer

Nach dem erfolglosen Kryotransfer war mein erster Gedanke, so rasch wie möglich wieder mit einem neuen IVF Versuch zu starten. Am liebsten hätte ich sofort im nächsten möglichen Zyklus wieder gestartet. Ich wollte noch einen Ringana Event Ende Jänner abwarten, um dann wieder loszulegen. Denn ich war immer noch in dem Modus gefangen, dass ich doch jetzt bitte endlich schwanger werden möchte.

Das Event Ende Jänner hat mir dann unerwartet vollkommen die Augen geöffnet. Ich hatte noch immer die Psychologin im Hinterkopf, die mir vor meiner zweiten Bauchspiegelung im Zuge meiner Eileiterschwangerschaft wenige Wochen zuvor gesagt hatte, dass ich mich in einem Kreisverkehr bewege und die Ausfahrt nicht finde. Bei dem Ringana Kick off 2018 Ende Jänner hat mich der Vortrag von Ulli Priller-Dressler – einer Ringana Frischepartnerin der ersten Stunde –  derart berührt, dass ich auf einmal wusste was zu tun ist. Ich wusste ich wollte mit Ringana erfolgreich sein, also musste ich auch mehr dafür tun.

Das wiederum bedeutet ich lege meinen Focus weg von dem täglichen Kinderwunsch Thema, hin zu dem Aufbau von meinem zweiten Standbein. Von diesem Sonntag an, war für mich klar. In den nächsten Monaten möchte ich von dem Thema Kinderwunsch mal nichts mehr wissen. Ich möchte einfach mein LEBEN wieder zurück haben. Ich möchte wieder unbeschwert Events in meinen Kalender planen, ohne dabei im Hinterkopf zu haben, was wenn ich dann schon schwanger bin. Ich möchte endlich wieder einen Sommer haben, an dem ich einfach ein Glas Wein, Prosecco oder was auch immer trinke ohne den Gedanken an eine mögliche Schwangerschaft. Kurz und gut ich hatte die Schnauze gestrichen voll.

Wie geht es weiter

Doch was ist jetzt der Plan, wie geht es weiter. Tja nachdem ich euch die letzten Monate und Wochen immer aus der Vergangenheit von unseren bisherigen Erfahrungen berichtet habe. Möchte ich euch ab sofort in der ECHTZEIT mitnehmen und euch weiterhin von meinen Gedanken und Plänen berichten.

Mir persönlich haben die letzten Wochen und vor allem euer wahnsinnig tolles Feedback, eure vielen positiven und aufmunternden Kommentare auf Facebook so gut getan. Ich  weiß, das es der richtige Weg war und ist, mein persönliches Thema öffentlich mitzuteilen. Ich kann euch jetzt schon versichern, dass wir natürlich nicht aufgegeben haben und weiter an unserem Wunsch festhalten. Denn aufgegeben wird bekanntlich nur ein Brief.

Ab nächster Woche berichte ich euch, wie der momentane Stand der Dinge aussieht und was wir alles noch in diesem Jahr vorhaben. Ich freue mich auf jeden Fall auf alles was noch so kommt und bin um eine positive Erfahrung reicher. Seid also gespannt, denn unsere Reise ist noch lange nicht zu Ende.

 

 

 


Zucchini Reis Pfanne

Mein Lieblingsessen veganisieren

Nachdem jeder von uns mit seinen absoluten Lieblingsmahlzeiten aufgewachsen ist, ist es schwer diesen Geschmack und Gusto darauf weg zu bekommen, wenn man beschlossen hat sich vegan/vegetarisch zu ernähren. So kommt es auch, dass es mittlerweile vegane Fleisch- und Käseersatzprodukte gibt. Hier gehen die Meinungen stark auseinander. Für die einen ist es völlig unverständlich, dass man als Veganer den Geschmack eines Bratwürstchens braucht. Für die anderen ist es wiederum eine absolute Erleichterung in den Einstieg als Nichtfleischesser, denn Tiere müssen für das vegane Würstchen keine mehr Leiden und darum sollte es ja auch hauptsächlich gehen.

Wie dem auch sei, auch ich habe ein absolutes Lieblingsessen aus meiner Jugend, dass ich veganisiert habe. Es handelt sich dabei um ein Rezept von der Mutter einer lieben Freundin, mit der ich gemeinsam einige Jahre die Schulbank gedrückt habe. Im Originalrezept wird ein Toastschinken, Creme Fraiche sowie der klassische Suppenwürfel verwendet. Kurzer Hand habe ich diese drei Zutaten durch geräucherten Tofu, Creme Vega von Dr. Oetker und selbst gemachter Gemüsesuppenpaste ersetzt.

Also auf los gehts los! Die Zucchini Reis Pfanne ist übrigens in knackigen 30 Minuten fertig und schmeckt auch aufgewärmt am nächsten Tag sensationell.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 große Zucchini oder 2 kleinere
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 EL Kokosnussöl
  • 1 Packung geräucherten Tofu
  • 1 Becher Creme Vega von Dr. Oetker
  • 2 TL Cashewmus
  • 1 – 2 TL Gemüsesuppenpaste selbst gemacht
  • 1 Glas Wasser
  • 1 Tasse Reis

Zubereitung:

  1. Den Reis wie gewohnt waschen und kochen.
  2. In einer Pfanne das Kokosnussöl erhitzen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und darin anrösten.
  3. Die Zucchini je nach Größe in Scheiben schneiden und diese Vierteln und ebenfalls in der Pfanne mit an rösten.
  4. Den Räuchertofu in kleine, dünne Streifen schneiden und ebenfalls in der Pfanne mit köcheln lassen.
  5. Da die Zucchini relativ viel Wasser lassen, nur nach Bedarf noch Wasser hinzufügen.
  6. Die Gemüsesuppenpaste, die Creme Vega und das Cashewmus untermengen und alles gut umrühren.
  7. Nach Bedarf jetzt noch etwas Wasser hinzufügen und auch noch nach salzen.
  8. Alles gut abschmecken und mit dem fertigen Reis servieren.

So das war’s – so schnell ist ein super leckere und gesunde Zucchini Reis Pfanne gekocht. Gerade nach langen Arbeitstagen oder auch mal am Wochenende wenn es schnell gehen muss, ein absolutes Gedicht.

 


Kryotransfer_Das Ergebnis

Das Auftauen der Embryonen

Wir hatten von der IVF noch drei Embryonen eingefroren. Einmal wurden zwei zusammen und einer alleine unter Stickstoff auf Eis gelegt. Da ich ja unbedingt zwei Embryonen eingesetzt haben wollte, wurde zuerst die zweier Kombination aufgetaut. Hier hat einer den Vorgang des Auftauen nicht überstanden, sprich er hat sich einfach nicht mehr weiterentwickelt. Deshalb musst auch noch der Einzelne aus der Reserve gelockt werden.

Schlußendlich hatten wir dann von unserem ersten IVF Versuch keinen Embryo mehr übrig. Diese Information wurde uns kurz vor dem Transfer mitgeteilt. So oder so es gab kein zurück mehr.

Und wieder in der Warteschleife

Nachdem wir den Transfer hinter uns gebracht hatten, befanden wir uns also wieder in der Warteschleife. Zwei Wochen mussten wir jetzt abwarten, bis wir einen Tag nach meinen Geburtstag das Ergebnis mittels Bluttest erfahren sollten. Was macht man also alles in diesen zwei Wochen? Man versucht sich so gut wie möglich abzulenken.

Es war kurz vor Silvester also haben wir  die letzten Tage des Jahres genutzt um richtig schöne lange Spaziergänge zu machen und ein bisschen zu entspannen. Nachdem es das erste Silvester für unseren Hund Josef war, haben wir beschlossen den Silvester Abend gemütlich zu Hause auf der Couch zu verbringen. Felix mit einem Glas Sekt und ich mit einer alkoholfreien Variante. Denn Alkohol ist ab dem Transfer nicht mehr erlaubt. So verging die erste Woche recht unspektakulär.

In der ersten Woche war ich auch noch recht zuversichtlich und positiv gestimmt. Doch in der zweiten Woche kamen dann erste Zweifel in mir auf. Ich kann es auch schwer beschreiben, aber ich habe es immer schon vor dem Bluttest gespürt, dass sich nichts eingenistet hat.

Der Tag nach meinem Geburtstag

Einen Tag nach meinem Geburtstag war es dann soweit und ich musste zum Bluttest in die Kinderwunschklinik (KiWu). Im Unterschied zur IVF hatte ich dieses mal zwar keine (Schmier)Blutungen vor dem Bluttest bekommen, aber mein Bauchgefühl war trotzdem nicht das Beste.  Ein letztes Fünkchen Hoffnung bleibt jedoch und man denkt sich vielleicht liegt das Bauchgefühl ja doch falsch. Ca. zwei – drei Stunden nach dem Bluttest erfährt man das Ergebnis via Telefon. Ich kann euch gar nicht sagen, wie schrecklich diese letzten zwei Stunden des Wartens sind. Das Herz rast bis zum Anschlag vor lauter Nervosität.

Endlich wurde ich von dem Anruf aus der KiWu erlöst. Das Ergebnis überraschte mich nicht wirklich. Es war natürlich wie schon erwartet negativ. Tja, da waren wir jetzt am Ende unseres Kryoversuches und ohne einen wirklichen Plan wie es weitergehen sollte. Das Jahr 2018 hatte also richtig gut begonnen.


Zurück in der Kinderwunschklinik

Die Vorbereitungen zum Kryotransfer

Mein Weg kurz nach der Eileiterschwangerschaft und der damit verbundenen Bauchspiegelung führt mich schnurstracks wieder in unser Kinderwunschlinik (KiWu). Es stand noch immer unser Kryotransfer Versuch an. Den Versuch wollte ich partout noch mit Ende 2017 starten. Wenn man den Kryotransfer bei dem Kinderwunsch-Fond anmeldet (dieser übernimmt einen Großteil der Kosten), hat man sechs Monate Zeit den Versuch zu starten. Bei uns wäre das bis Mitte/Ende Februar 2018 gewesen. Nichts desto trotz wollte ich mit den Vorbereitungen so schnell wie möglich beginnen.

Zu dem damaligen Zeitpunkt hatte ich einen irrsinnigen Zeitdruck. Den Druck machte ich mir im Prinzip selbst. Ich wollte unbedingt noch vor 35 Schwanger werden und mit 35 mein erstes Kind. Ich wollte endlich in vorzeitig  Karenz gehen etc. etc. etc. Jedes Monat das verging, ohne dass sich etwas in Richtung Schwangerschaft getan hat, war verlorene Zeit.

Zwei oder doch nur eines?

Nachdem mir meine Ärztin in der KiWu das OK gegeben hatte, im nächsten Zyklus mit den Vorbereitungen für den Kryotransfer zu starten, mussten wir uns mit der Frage auseinander setzen, ob wir einen Embryo oder doch zwei Embryonen einsetzen lassen wollten. Ihr könnt euch vorstellen, was ich unbedingt wollte und letztendlich auch durchgesetzt habe. Genau! Es mussten gleich zwei Embryonen eingesetzt werden. Warum? Ganz einfach, ich war der Meinung, dass die Chance auf eine Einnistung einfach bei zwei größer war, als nur bei einem.

Entgegen dem Rat meiner KiWu Ärztin, die mir aufgrund meiner Vorgeschichte mit dem verkürzten Muttermund, durch eine Konisation vor fünf Jahren, davon abriet da bei mir dadurch generell ein Risiko zur  Frühgeburt besteht. Zwillinge würden dieses Risiko noch vergrößern. Es waren zwei gemeinsam und einer alleine eingefroren, so dass man beim Auftauen der zwei gemeinsamen auch beide verwenden musste, sofern sie den Prozess überhaupt überleben.

Soweit so gut, ich startete also Anfang Dezember 2018 mit der Einnahme der Medikamte. Es war hauptsächlich Progesteron und Tabletten zur Unterstützung der Blutgerinnung, u.a. musste ich mich auch wieder mit meiner geliebten Lovenox (Thrombose) spritzen. Alles halb so wild im Gegensatz zu der IVF-Behandlung. Meine Gebärmutterschleimhaut wurde sehr engmaschig vor dem Transfer untersucht, um festzustellen ob diese für den Transfer gut genug aufgebaut war. Die Einnahme der Medikamente verhinderte in diesem Zyklus, dass ich einen Eisprung hatte, so dass der Körper hier wirklich nur die Gebärmutter quasi optimal für die Einnistung vorbereitet.

Der Tag des Transfers

Wenige Tage vor Silvester war es dann soweit. Wir waren auf dem Weg in die KiWu um zwei Embryonen einsetzen zu lassen. Für den Transfer benötigt man eine volle Blase, dh. viel trinken im Vorfeld, um dann während des Transfer zu meditieren und zu hoffen, dass die Blase hält. Kurz vor dem Transfer hat der diensthabende Arzt in einem kurzen Gespräch folgendes nochmals klar zum Ausdruck gebracht.

Seiner Meinung nach handelten wir grob fahrlässig, da ich eben durch den verkürzten Mutterbund eine extremes Risiko für eine Frühgeburt hatte. Er erzählte uns in drastischer Schilderung von einem Fall, bei dem es durch durch diesen verkürzten Muttermund zu einer Früh/Fehlgeburt kam, da ein Füßchen von einem Baby bereits aus der Gebärmutter rausgeschaut hatte. Es wurde zwar probiert, diesen durch zunähen zu schließen. Doch alle Maßnahmen brachten nichts, die Kinder waren außerhalb des Mutterleibes noch nicht überlebensfähig.

Ganz ehrlich, dass ist nicht gerade das was du kurz vor dem Transfer hören möchtest und zweites finde ich es gelinde gesagt eine Frechheit einem Paar ein derart schlechtes Gewissen in ihrer Situation einzureden. Denn aufgeklärt wurden wir bereits im Vorfeld und wir wussten, auf welches Risiko wir uns hier eingelassen hatten. Aber egal, für etwaige Meinungsänderungen war es schon zu spät, denn alle Embryonen waren bereits aufgetaut.


Kirschkuchen_vegan style

Mein Lieblingsobst = Kirschen

Jeder hat bekanntlich seine Lieblings Jahreszeit und mit Sicherheit auch sein Liebslings Obst. Ich liebe den Mai und Juni und damit auch die Kirschenzeit. Jedes Jahr freue ich mich wie ein Kind darauf, wenn die ersten Kirschen aus Österreich am Markt erhältlich sind. Noch heute erinnere ich mich mit Genuss an den super leckeren Kirschstrudel, den meine Oma immer gebacken hat.

Nachdem ich einen Haufen Kirschen gekauft hatte, wollte ich auch unbedingt einen veganen Kirschkuchen backen. Nach ein paar Recherchen bin ich auf das folgende Rezept gestoßen, dass ich noch etwas für den Thermomix adaptiert habe. Der Kuchen geht wirklich extrem schnell und schmeckt super fluffig.

 

Zutaten:

  • 300g Dinkelmehl glatt
  • 150g Rohrrohrzucker
  • 1/2 Packung Weinsteinpulver
  • 75ml Pflanzenöl
  • 270g Pflanzenmilch
  • 1 Prise Salz
  • Mark einer Vanilleschote
  • Staubzucker zum Dekorieren
  • ca. 300 – 500g entkernte Kirschen je nach Größe
  • etwas Margarine zum Einfetten

Zubereitung:

  1. Backrohr auf 180 °C vorheizen.
  2. Eine Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder einfetten.
  3. Kirschen entkernen.
  4. Alle trockenen Zutaten in den Thermomix einwiegen und 5 Sek./Stufe 5 mischen.
  5. Mark einer Vanilleschote, Pflanzenöl und Pflanzenmilch zugeben.
  6. Die Masse wirklich nur ganz kurz ca. 5 Sek./Stufe 4 mischen. Rührt man den Teig zu lange oder zu stark, geht die Bindung des Teiges verloren.
  7. Den Teig in die vorbereitete Springform füllen, Kirschen darauf verteilen und eindrücken.
  8. Den Kuchen ca. 40 Minuten backen, nach ca. 30 Minuten unbedingt eine Stäbchenprobe machen.
  9. Auskühlen lassen und mit Staubzucker dekorieren.

Hier noch ein paar Infos, warum Kirschen nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) so gesund sind. Kirschen wirken leicht wärmend und nähren unser Blut (z.B. bei brüchigen Nägeln, Schlafstörungen, innerer Unruhe, Haarausfall). Sie unterstützen besonders die Milz, Leber und Nieren. Toll ist, dass sie helfen Feuchtigkeit aus zu leiten – bei Übersäuerung von Vorteil!

Ihr seht also Kirschen sind richtige kleine Alleskönner, also schlag noch schnell zu am Markt eures Vertrauens. Oder vielleicht seid ihr ja in der glücklichen Lage einen Kirschbaum im Garten zu haben. Dann lebt ihr die nächsten Tage/Wochen noch im Schlaraffenland!

 


Bauchspiegelung_die Zweite

Zurück zum Start

Als ich nach meiner Bauchspiegelung (die mittlerweile zweite innerhalb von sechs Monaten) wieder zu mir kam, hieß es erstmal zurück zum Start. Mein erster Gedanke galt meinem Bauch. Wie viele Narben hatte ich dieses mal? Wie bei meiner ersten Bauchspiegelung wurde auch diesmal über den Bauchnabel die Sonde eingeführt. Zwei weitere Schnitte wurden jeweils bei der rechten und linken Leiste gesetzt. So weit so gut.

Benommen wie ich war konnte ich das Ausmaß noch gar nicht richtig einschätzen. Ich wurde mit Schmerzmittel zu gedröhnt, bekam aber bereits am Abend den gesetzten Katheder entfernt. Was natürlich hieß, dass ich wieder aufstehen musste. Es war also soweit, ich rief die Schwester um mal schnell eine Pipi Pause einzulegen.

Nach der ersten Bauchspiegelung waren die Schmerzen ja auch echt voll erträglich. Es fühlte sich an, wie ein riesengroßer Muskelkater. Also dachte ich, dass es jetzt wieder so sein würde. Tja genau so war es leider nicht. In dem Moment, also ich mich aufsetzen wollte, durchzuckte ein Schmerz meine Leistengegend, der mir mal kurzfristig den Atem nahm. Stur wie ich bin, wollte ich das „aufs Klo gehen“ selbst in die Hand nehmen. Sehr zum Leidwesen der diensthabenden Krankenschwester, die vor lauter Panik, dass ich gleich wegkippe auch Schweißgebadet war.

Was war passiert

Mein behandelnder Arzt kam dann wenig später, um nach mir zu sehen. Wie ein Käfer am Rücken lag ich aufgebahrt in meinem Bett und konnte mich fast überhaupt nicht rühren. Das Conclusio meiner Eileiterschwangerschaft war, dass ich dadurch meinen linken Eileiter verloren hatte und mein rechter Eileiter auch wieder komplett verklebt war. Die Chancen auf natürliche Weise Schwanger zu werden, waren auf ein absolutes Minimum gesunken. Es wurde zwar der rechte Eileiter durchgespült und ich bekam auch wieder volle Kanne Antibiotika, aber ob diese ganzen Maßnahmen helfen sollten, konnte mir niemand wirklich beantworten.

Meine Aufenthaltsdauer im Krankenhaus konnte ich auch signifikant steigern. War es damals bei meiner Konisation eine Nacht, musste ich nach dieser zweiten Bauchspiegelung ganze drei Nächte in meinem „kuscheligen“ Bettchen verbringen. Ich zähle definitiv nicht zu den wehleidigsten Menschen. Die Schmerzen die meine rechte Narbe verursacht hat, waren echt mehr als zum Abgewöhnen. Die Schmerzen kamen übrigens durch die Innennähte, die mein Arzt machen musste.

Mein Backup-Plan

Während ich so im Krankenhaus lag mit der Erkenntnis nur mehr einen Eileiter zu haben, war ich wahnsinnig froh, dass ich noch meine drei eingefrorenen Embryonen hatte. Ich hatte somit einen Backup-Plan oder auch Plan B wie man so schön sagt. Denn eines hätte ich zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit nicht wollen, nämlich die IVF nochmals komplett durch machen.

Geduld ist eine Tugend und definitiv nicht mein Lieblingswort. Also war eine meiner ersten Fragen an meinen Arzt, ob und wie schnell ich meinen geplanten Kryotransfer starten konnte. Aus ärztlicher Sicht waren meine Chancen jetzt besser als vorher, da von meinen Eileitern immer ein Sekret in die Gebärmutter fließen dürfte, dass ein Einnisten verhindern kann. Toll dachte ich, dann konnten wir ja bis Ende des Jahres vielleicht schon schwanger sein. Also griff ich wenige Tage später wieder zum Telefon um mir einen Termin in der Kinderwunschklinik (KiWu) auszumachen.