Kryotransfer_Das Ergebnis

Das Auftauen der Embryonen

Wir hatten von der IVF noch drei Embryonen eingefroren. Einmal wurden zwei zusammen und einer alleine unter Stickstoff auf Eis gelegt. Da ich ja unbedingt zwei Embryonen eingesetzt haben wollte, wurde zuerst die zweier Kombination aufgetaut. Hier hat einer den Vorgang des Auftauen nicht überstanden, sprich er hat sich einfach nicht mehr weiterentwickelt. Deshalb musst auch noch der Einzelne aus der Reserve gelockt werden.

Schlußendlich hatten wir dann von unserem ersten IVF Versuch keinen Embryo mehr übrig. Diese Information wurde uns kurz vor dem Transfer mitgeteilt. So oder so es gab kein zurück mehr.

Und wieder in der Warteschleife

Nachdem wir den Transfer hinter uns gebracht hatten, befanden wir uns also wieder in der Warteschleife. Zwei Wochen mussten wir jetzt abwarten, bis wir einen Tag nach meinen Geburtstag das Ergebnis mittels Bluttest erfahren sollten. Was macht man also alles in diesen zwei Wochen? Man versucht sich so gut wie möglich abzulenken.

Es war kurz vor Silvester also haben wir  die letzten Tage des Jahres genutzt um richtig schöne lange Spaziergänge zu machen und ein bisschen zu entspannen. Nachdem es das erste Silvester für unseren Hund Josef war, haben wir beschlossen den Silvester Abend gemütlich zu Hause auf der Couch zu verbringen. Felix mit einem Glas Sekt und ich mit einer alkoholfreien Variante. Denn Alkohol ist ab dem Transfer nicht mehr erlaubt. So verging die erste Woche recht unspektakulär.

In der ersten Woche war ich auch noch recht zuversichtlich und positiv gestimmt. Doch in der zweiten Woche kamen dann erste Zweifel in mir auf. Ich kann es auch schwer beschreiben, aber ich habe es immer schon vor dem Bluttest gespürt, dass sich nichts eingenistet hat.

Der Tag nach meinem Geburtstag

Einen Tag nach meinem Geburtstag war es dann soweit und ich musste zum Bluttest in die Kinderwunschklinik (KiWu). Im Unterschied zur IVF hatte ich dieses mal zwar keine (Schmier)Blutungen vor dem Bluttest bekommen, aber mein Bauchgefühl war trotzdem nicht das Beste.  Ein letztes Fünkchen Hoffnung bleibt jedoch und man denkt sich vielleicht liegt das Bauchgefühl ja doch falsch. Ca. zwei – drei Stunden nach dem Bluttest erfährt man das Ergebnis via Telefon. Ich kann euch gar nicht sagen, wie schrecklich diese letzten zwei Stunden des Wartens sind. Das Herz rast bis zum Anschlag vor lauter Nervosität.

Endlich wurde ich von dem Anruf aus der KiWu erlöst. Das Ergebnis überraschte mich nicht wirklich. Es war natürlich wie schon erwartet negativ. Tja, da waren wir jetzt am Ende unseres Kryoversuches und ohne einen wirklichen Plan wie es weitergehen sollte. Das Jahr 2018 hatte also richtig gut begonnen.

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