Bauchspiegelung_die Zweite

Zurück zum Start

Als ich nach meiner Bauchspiegelung (die mittlerweile zweite innerhalb von sechs Monaten) wieder zu mir kam, hieß es erstmal zurück zum Start. Mein erster Gedanke galt meinem Bauch. Wie viele Narben hatte ich dieses mal? Wie bei meiner ersten Bauchspiegelung wurde auch diesmal über den Bauchnabel die Sonde eingeführt. Zwei weitere Schnitte wurden jeweils bei der rechten und linken Leiste gesetzt. So weit so gut.

Benommen wie ich war konnte ich das Ausmaß noch gar nicht richtig einschätzen. Ich wurde mit Schmerzmittel zu gedröhnt, bekam aber bereits am Abend den gesetzten Katheder entfernt. Was natürlich hieß, dass ich wieder aufstehen musste. Es war also soweit, ich rief die Schwester um mal schnell eine Pipi Pause einzulegen.

Nach der ersten Bauchspiegelung waren die Schmerzen ja auch echt voll erträglich. Es fühlte sich an, wie ein riesengroßer Muskelkater. Also dachte ich, dass es jetzt wieder so sein würde. Tja genau so war es leider nicht. In dem Moment, also ich mich aufsetzen wollte, durchzuckte ein Schmerz meine Leistengegend, der mir mal kurzfristig den Atem nahm. Stur wie ich bin, wollte ich das „aufs Klo gehen“ selbst in die Hand nehmen. Sehr zum Leidwesen der diensthabenden Krankenschwester, die vor lauter Panik, dass ich gleich wegkippe auch Schweißgebadet war.

Was war passiert

Mein behandelnder Arzt kam dann wenig später, um nach mir zu sehen. Wie ein Käfer am Rücken lag ich aufgebahrt in meinem Bett und konnte mich fast überhaupt nicht rühren. Das Conclusio meiner Eileiterschwangerschaft war, dass ich dadurch meinen linken Eileiter verloren hatte und mein rechter Eileiter auch wieder komplett verklebt war. Die Chancen auf natürliche Weise Schwanger zu werden, waren auf ein absolutes Minimum gesunken. Es wurde zwar der rechte Eileiter durchgespült und ich bekam auch wieder volle Kanne Antibiotika, aber ob diese ganzen Maßnahmen helfen sollten, konnte mir niemand wirklich beantworten.

Meine Aufenthaltsdauer im Krankenhaus konnte ich auch signifikant steigern. War es damals bei meiner Konisation eine Nacht, musste ich nach dieser zweiten Bauchspiegelung ganze drei Nächte in meinem „kuscheligen“ Bettchen verbringen. Ich zähle definitiv nicht zu den wehleidigsten Menschen. Die Schmerzen die meine rechte Narbe verursacht hat, waren echt mehr als zum Abgewöhnen. Die Schmerzen kamen übrigens durch die Innennähte, die mein Arzt machen musste.

Mein Backup-Plan

Während ich so im Krankenhaus lag mit der Erkenntnis nur mehr einen Eileiter zu haben, war ich wahnsinnig froh, dass ich noch meine drei eingefrorenen Embryonen hatte. Ich hatte somit einen Backup-Plan oder auch Plan B wie man so schön sagt. Denn eines hätte ich zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit nicht wollen, nämlich die IVF nochmals komplett durch machen.

Geduld ist eine Tugend und definitiv nicht mein Lieblingswort. Also war eine meiner ersten Fragen an meinen Arzt, ob und wie schnell ich meinen geplanten Kryotransfer starten konnte. Aus ärztlicher Sicht waren meine Chancen jetzt besser als vorher, da von meinen Eileitern immer ein Sekret in die Gebärmutter fließen dürfte, dass ein Einnisten verhindern kann. Toll dachte ich, dann konnten wir ja bis Ende des Jahres vielleicht schon schwanger sein. Also griff ich wenige Tage später wieder zum Telefon um mir einen Termin in der Kinderwunschklinik (KiWu) auszumachen.

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