Diagnose und eine Entscheidung

Was nach meiner Bauchspiegelung geschah

Wie ich schon erwähnt hatte, bin ich ja nicht unbedingt ein Freund von Krankenhausaufenthalten und Operationen. Also lag ich ein paar Stunden nach der Operation wie ein Käfer am Rücken in meinem Zimmer und wartete auf meine Diagnose. Mein behandelnder Arzt lies auch nicht lange auf sich Warten. Ich hatte mich mit meiner Vermutung, dass etwas nicht stimmte, nicht getäuscht. Die Diagnose lautete:

Verwachsungen an Gebärmutter und Eierstöcken und

beide Tuben=Eileiter waren verschlossen!

Na bumm, das hatte erstmal gesessen. Ich dachte mir nur, gut war es dass ich mich doch zu der Bauchspiegelung entschlossen hatte. Wer weiß wie lange wir es noch erfolglos probiert hätten. Jetzt hatten wir wenigstens die Gewissheit, dass es auf natürlichen Weg schwer wird wirklich jemals schwanger zu werden. Abbildungen von meinem Innenleben hatte mein  Arzt auch mit im Gepäck. Ich erspare euch den unschönen Anblick lieber.

Wie es mir die Tage danach erging

Eine Bauchspiegelung ist ganz klar ein operativer Eingriff, bei dem man mindestens drei Narben, wenn auch nur kleine ab bekommt. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir die Schmerzen danach viel schlimmer vorgestellt hatte. Im Endeffekt war es wie ein starker Muskelkater im Bauchraum. Die Gase, die während der OP in den Bauchraum gepumpt werden, damit die Bauchdecke sich hebt, habe ich danach so gut wie gar nicht gespürt. Hier hatte ich ja im Vorfeld schon richtige Horrorgeschichten im Internet von anderen Betroffenen gelesen. Doch wie kam es jetzt überhaupt zu den Verwachsungen in meinem Unterleib?!

Ganz einfach ich hatte irgendwann vor Jahren eine Infektion, die komplett unbemerkt geblieben ist. Wie das geht? In dem mein Immunsystem die Viren mehr oder weniger erfolgreich abgewimmelt hat, so dass ich rein äußerlich nichts, aber auch wirklich gar nichts mitbekommen habe. Ich war immer zweimal jährlich zur Kontrolle bei meinem Gynäkologen und niemals gab es hier Auffälligkeiten. Bis vor vier Jahren auf einmal ein auffälliger BAP III Befund bei einer Routine Untersuchung festgestellt wurde. Das könnte eventuell mit der Infektion in Verbindung gebracht werden. Damals lief es dann auf eine Konisation hinaus, einer kleinen OP bei der am Muttermund der Gebärmutter mit einem kleinen Schnitt die betroffenen Stelle weggeschnitten wurde, da sich hier bereits HPV (Humane Papillomviren) gebildet hatten. Lange Rede kurzer Sinn, nachdem alles abgeklärt war und ich so zu sagen ein großes Service untenrum verpasst bekommen hatte, konnte wir ja jetzt wieder voller Kraft voraus losgehen mit unseren Projekt Baby Plänen.

Die weiteren Schritte Richtung Wunschkind

Nach der Diagnose meinte mein Arzt zu mir, wir sollten es jetzt noch ca. sechs Monate auf natürlich Weg probieren, bevor wir uns für eine künstliche Befruchtung entschließen. Da hatte er aber mit der falschen Patientin gesprochen. ICH wollte JETZT endlich schwanger werden und nicht noch sechs Monate warten bis wir endlich einen positiven Schwangerschaftstest in Händen halten. Meinen Entschluss hatte ich ja schon Anfang 2017 gefasst. Wenn es bis Juni nicht auf natürlichen Weg klappen sollte, dann probieren wir es im Sommer eben mit einer künstlichen Befruchtung und damit basta!

Mein Mann meinte zwar immer beschwichtigend, dass ich meinem Körper Zeit geben sollte zur Heilung…eh voll lieb, aber Männer Gedanken eben. Eine Frau denkt in so einer Situation komplett anders, und ich hatte nur mehr einen Gedanken. Wie planen wir am besten eine künstliche Befruchtung (IVF) in unseren Alltag mit ein, ohne dass gleich das ganze Umfeld mitbekommt was los ist. Aber auch dafür fand ich rasch eine Lösung. Unser Sommerurlaub musst daran glauben! Im Juli hatten wir zwei Wochen Urlaub, also genug Zeit um das Prozedere durch zu ziehen.

 

 

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